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Küchenmesser und Zubehör

Messer reinigen, pflegen & ölen - 7 Expertentipps

Messer wird von Hand im Wasser gereinigt

Küchenmesser bleiben scharf und rostfrei, wenn du sie nach jedem Gebrauch von Hand spülst, sofort abtrocknest, getrennt lagerst und regelmäßig mit lebensmittelechtem Öl pflegst. Diese vier Handgriffe verlängern die Lebensdauer einer hochwertigen Klinge um Jahre. Hier bekommst du die konkreten Werte: welches Öl, welcher Rhythmus, welcher Schleifwinkel.

Küchenmesser richtig reinigen und trocknen

Reinige jedes Messer direkt nach Gebrauch von Hand mit warmem Wasser und mildem Spülmittel, dann trockne es sofort mit einem weichen Tuch. Die Spülmaschine ist tabu: Hitze, scharfe Reiniger und der Kontakt mit anderem Besteck greifen Klinge und Griff an.

Essensreste sind das eigentliche Problem. Die natürlichen Säuren aus Zwiebeln, Tomaten oder Fleisch lösen mit der Zeit Metall aus der Oberfläche und starten die Korrosion. Selbst spülmaschinenfeste Modelle mit Kunststoffgriff halten länger, wenn du sie von Hand wäschst.

Genauso wichtig ist das Trocknen. Lass Messer nicht im Abtropfkorb an der Luft trocknen und leg sie nie nass in die Schublade. Trockne jede Seite ab und schieb die Klinge zurück in Block oder Klingenschutz. Wie du hartnäckigen Rost mit Hausmitteln vom Messer entfernst, liest du weiter unten und im ausführlichen Ratgeber dazu.

Tipp

Wische die Klinge zwischen zwei Schneidgängen mit einem feuchten Tuch ab. So haften keine Säfte an und du beugst Verfärbungen an Carbonstahl vor.

Messer so aufbewahren, dass die Klinge scharf bleibt

Bewahre jede Klinge getrennt auf, damit kein Metall aneinander reibt. Kontakt von Stahl auf Stahl in der Besteckschublade erzeugt feine Kratzer und Ausbrüche an der Schneide, die das Messer schneller stumpf machen. Ein fester Platz schützt Klinge und deine Finger.

Vier Lösungen haben sich bewährt: ein Messerblock, eine platzsparende Magnetleiste aus Holz, einzelne Klingenschutzhüllen für die Schublade oder ein Messerkoffer für den Transport. Welche Variante zu deiner Küche passt, zeigt der Überblick zu den fünf besten Optionen zur Messeraufbewahrung.

Nicht nur die Messer selbst brauchen Pflege, auch die Unterlage. Ein gepflegtes Holzbrett schont die Schneide zusätzlich. Wie du es richtig behandelst, steht im Ratgeber zum Schneidebrett ölen und pflegen.

Rost erkennen und sofort entfernen

Kontrolliere deine Messer regelmäßig auf braune Flecken, stumpfe Stellen und kleine Ausbrüche an der Schneide. Rost entsteht dort, wo nach dem Waschen Feuchtigkeit oder Essensreste zurückbleiben. Je früher du eingreifst, desto weniger Schaden nimmt der Stahl.

Sobald du die ersten Punkte siehst, handle sofort. Für leichten Flugrost reicht ein Schwamm mit Scheuermilch oder eine Paste aus Natron und etwas Wasser, die du in Richtung der Klinge reibst. Hartnäckige Stellen brauchen etwas Geduld und mehrere Durchgänge. Trockne die Klinge danach vollständig ab.

Achtung

Lässt du Rost stehen, frisst er sich als Lochfraß in den Stahl. Dann bleiben Vertiefungen zurück, die auch der beste Schleifstein nicht mehr ausgleicht.

Messer ölen in drei Schritten

Öle deine Klinge mit einem geschmacksneutralen, lebensmittelechten Öl, um sie vor Feuchtigkeit zu schützen. Ein hauchdünner Film genügt. Der ganze Vorgang dauert keine fünf Minuten Handarbeit plus 30 Minuten Einwirkzeit und lohnt sich vor allem bei Carbonstahl und Damast.

  1. Öl auftragen

    Gib ein paar Tropfen Öl auf ein Stück Küchenpapier und verteile es dünn über die ganze Klinge und den Griff.

  2. Einwirken lassen

    Leg das Messer rund 30 Minuten beiseite, damit das Öl in die Oberfläche einzieht und einen Schutzfilm bildet.

    Tipp: Für die lange Einlagerung wickelst du die Klinge in ein leicht geöltes Tuch.

  3. Überschuss abwischen

    Wisch überschüssiges Öl mit einem trockenen Tuch ab, bis die Klinge nur noch matt glänzt. So bleibt die Schneide sauber und griffig.

Welches Öl du nimmst, hängt vom Material ab. Diese drei Öle sind lebensmittelecht und in der Messerpflege gängig:

Öl Wofür geeignet Gut zu wissen
Kamelienöl Klingen aus Carbon- und Damaststahl Geschmacksneutral, härtet nicht aus, traditioneller Klingenschutz aus Japan
Paraffinöl (lebensmittelecht) Klingen und Holzgriffe Geruch- und geschmacklos, günstig, sehr lange haltbar
Leinöl Holzgriffe und Schneidebretter Härtet an der Luft aus, deshalb nur hauchdünn auftragen

Wann und wie du dein Messer schärfst

Schärfe dein Messer, sobald du beim Schneiden mehr Druck als üblich brauchst oder eine reife Tomate quetschst statt sie zu durchtrennen. Eine scharfe Klinge arbeitet sicherer, weil sie weniger abrutscht. Für den Winkel gilt: europäische Kochmesser etwa 15 bis 20 Grad je Seite.

Für die tägliche Auffrischung reicht ein Wetzstahl oder ein Messerschärfer. Ist die Klinge stark stumpf oder ausgebrochen, kommst du um einen Schleifstein nicht herum, der die Schneide neu aufbaut. Führe die Klinge dabei immer vom Körper weg.

Gut gepflegte Messer zeigen ihren Wert direkt am Herd. Wie eine saubere Schnitttechnik ein Gericht verändert, siehst du zum Beispiel beim ofengegrillten Lachs auf Rucola mit Zitrusaroma, bei dem ein scharfes Messer das Filet sauber portioniert.

Häufige Fragen

Darf ich Küchenmesser in die Spülmaschine geben?

Nein, gib Küchenmesser nie in die Spülmaschine. Hitze, aggressive Reiniger und der Kontakt mit anderem Besteck greifen Klinge und Griff an. Wasche sie von Hand mit warmem Wasser und mildem Spülmittel und trockne sie sofort ab.

Wie oft sollte ich mein Küchenmesser ölen?

Öle hochwertige Klingen etwa alle ein bis vier Wochen. Carbonstahl rostet schneller und braucht wöchentlich einen dünnen Ölfilm, rostfreier Edelstahl kommt mit größeren Abständen aus.

Welches Öl eignet sich für Küchenmesser?

Am besten eignen sich geschmacksneutrale, lebensmittelechte Öle wie Kamelienöl oder Paraffinöl. Sie härten nicht aus und übertragen keinen Geschmack auf Lebensmittel.

In welchem Winkel schärfe ich ein Küchenmesser?

Halte europäische Kochmesser in etwa 15 bis 20 Grad je Seite, japanische Klingen in 10 bis 15 Grad. Führe die Klinge dabei stets vom Körper weg über den Schleifstein.

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