Die richtige Schleifstein Körnung: Tabelle, Tests & Tipps

Die richtige Schleifstein Körnung: Tabelle, Tests & Tipps

Ein Schleifstein ist ein wichtiges Werkzeug, um Messer und andere Schneidwerkzeuge zu schärfen und ihre Leistungsfähigkeit wiederherzustellen. Die Effektivität eines Schleifsteins hängt von der Korngröße der Schleifpartikel ab, die in den Stein eingebettet sind.

In diesem Artikel werden wir die verschiedenen Körnungen von Schleifsteinen genauer betrachten und Tipps zur Auswahl der richtigen Korngröße geben.

 

Die Bedeutung der Schleifstein-Korngröße

Die Abrasivität eines Schleifsteins, ob es sich um einen Naturstein, einen Keramikschleifstein oder einen Diamantschleifstein handelt, wird durch die Korngröße der Schleifpartikel bestimmt.

Je größer die Korngröße, desto aggressiver ist der Schleifvorgang und desto mehr Material wird beim Schleifen abgetragen. Umgekehrt führen kleinere Korngrößen zu einem feineren Schliff und weniger Materialabtrag.

 

Die verschiedenen Schleifstein-Körnungen

Die Korngrößen von Schleifsteinen werden in verschiedenen Normen klassifiziert, darunter die europäische FEPA-Norm (Fédération Européenne des Fabricants de Produits Abrasifs), die japanische JIS-Norm (Japanese Industrial Standard) und die amerikanische ANSI-Norm (American National Standards Institute).

Basierend auf den Normen und Empfehlungen haben wir eine Tabelle erstellt, die die gängigen Korngrößen von Schleifsteinen und deren Anwendungsbereiche zusammenfasst:

 

Schleifstein Körnungen Tabelle

 Korngröße FEPA JIS Anwendung
Grobes Korn Bis FEPA 300 Bis JIS 500 Klingenreparatur, Klingenaufbau Stufe 1/4
Mittelfeines Korn FEPA 300-500 JIS 500 - 1000 Vorschliff sehr stumpfer Schneiden, Klingenaufbau Stufe 2/4
Feines Korn FEPA 500 - 1000 JIS 1000 - 3000 Schliff stumpfer Schneiden, Klingenaufbau Stufe 3/4
Sehr feines Korn Ab FEPA 1000 AB JIS 3000 Endschliff scharfer Schneiden, Polierschliff, Klingenaufbau Stufe 4/4

 

Diese Korngrößen dienen als Richtwerte und können je nach individuellen Vorlieben und Anforderungen angepasst werden.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Korngröße nicht das einzige Kriterium ist, das die Schärfe und Leistung eines Messers beeinflusst.

Faktoren wie die Beschaffenheit der Klinge, der richtige Schleifwinkel und die Technik des Schleifens spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass grobkörnige Schleifsteine für Reparaturen und den Aufbau einer Klinge verwendet.

 

Welche Körnung solltest du wählen?

Um die richtige Körnung für das Schleifen deiner Messer zu bestimmen, ist es wichtig, den Schleifvorgang schrittweise durchzuführen. Dabei beginnst du mit einem groben Schleifstein und arbeitest dich zu einem feineren Schleifstein vor.

 

Schritt für Schritt zur richtigen Schärfe

Test 1: Optischer Test

Überprüfe zuerst den Zustand deines Messers visuell. Schau nach sichtbaren Schäden an der Schneide, die durch jahrelangen Gebrauch entstanden sein könnten. Falls du sichtbare Schäden entdeckst, verwende einen Schleifstein mit einer groben Körnung von etwa 0 bis 220, um die Schäden zu beseitigen.

 

Test 2: Reflexionstest

Führe den Reflexionstest durch, indem du das Messer mit der Schneide nach oben unter eine Lichtquelle legst. Bei einem stumpfen Messer wirst du Reflexionen auf der Schneide sehen. Verwende in diesem Fall einen Schleifstein mit einer Körnung von etwa 220 bis 600. Schleife solange, bis die Reflexionen verschwunden sind.

 

Test 3: Kugelschreibertest

Der Kugelschreibertest hilft dir, den Winkel und die Schärfe der Schneide zu überprüfen. Stelle einen Kugelschreiber aufrecht auf den Tisch und setze die Schneide des Messers vorsichtig auf den Stift, ohne Druck auszuüben. Wenn das Messer abrutscht, ist die Schneide entweder stumpf oder falsch geschliffen. Schleife das Messer mit einem Schleifstein von etwa 600 bis 1000 Körnung, bis es den Kugelschreiber problemlos schneiden kann.

 

Test 4: Papiertest

Der Papiertest ist eine weit verbreitete Methode, um die Schärfe eines Messers zu überprüfen. Es ist ein schneller und effizienter Test, da man normalerweise immer ein Stück Papier zur Hand hat.

Beim Papiertest hält man das Papier (z.B. A4-Größe) mit einer Hand vor sich und versucht, es von oben nach unten durchzuschneiden. Wenn das Messer mühelos und gleichmäßig durch das Papier gleitet, kannst du zum nächsten Schritt übergehen.

Falls das Messer im Papier stecken bleibt oder das Durchschneiden schwierig ist, solltest du es auf einem mittleren Schleifstein mit einer Körnung von ±600 bis 1000 nachschärfen und anschließend auf einem feinen Schleifstein mit einer Körnung von ±1000 bis 3000.

Wiederhole den Papiertest, bis das Messer ohne Widerstand durch das Papier gleitet.

 

Test 5: Tomatentest

Der Tomatentest ist eine gute Methode, um die Schärfe eines Messers zu beurteilen, da die Haut der Tomate zäh ist und das Innere weich. Lege die Tomate auf ein Schneidebrett und versuche, ohne Druck auszuüben, die Tomate in Scheiben zu schneiden.

Wenn die Klinge von der Tomate abrutscht oder es schwierig ist, saubere Schnitte zu erzeugen, sollte das Messer zuerst auf einem feinen Schleifstein mit einer Körnung von ±1000 bis 3000 nachgeschärft werden.

Anschließend kann man den extrafeinen Schleifstein mit einer Körnung von ±3000 bis 5000 verwenden. Wenn das Messer schöne Tomatenscheiben schneidet, ohne die Tomate zu zerdrücken, ist es in der Regel scharf genug für den normalen Gebrauch in der Küche.

 

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Fazit

Bitte beachte, dass die vorgestellten Tests als Richtlinien dienen und individuell angepasst werden können. Die Schärfe eines Messers hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Art der Klinge, dem Einsatzzweck und persönlichen Vorlieben. Es ist wichtig, beim Schärfen von Messern vorsichtig zu sein und geeignete Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, um Verletzungen zu vermeiden.

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