Junge, kleine Kohlrabi mit zarter Schale musst du nicht schälen – bei großen, reifen Knollen entfernst du die holzige Schale mit Sparschäler oder Messer. Hier liest du, woran du den Unterschied erkennst, wie du in drei Schritten schälst und warum die Blätter nicht in den Müll gehören.
Muss man Kohlrabi schälen?
Nein, nicht immer. Junge, kleine Knollen haben eine zarte Schale, die du mitessen kannst – vor allem in Bio-Qualität reicht gründliches Waschen. Große, reife Knollen dagegen bilden eine holzige, faserige Schale, die zäh und bitter schmeckt. Die entfernst du vor dem Kochen oder Rohverzehr vollständig.
Prüfe die Knolle beim Einkauf: Eine glatte, pralle Oberfläche und frische, feste Blätter sprechen für eine junge Knolle. Trockene Risse und faserige Stellen am Ansatz deuten auf holziges Fruchtfleisch hin.
| Merkmal | Junge, kleine Knolle | Große, reife Knolle |
|---|---|---|
| Schale | Zart, essbar | Holzig, faserig, oft bitter |
| Vorbereitung | Waschen, Wurzelansatz und Blätter abschneiden | Komplett schälen, faserige Stellen großzügig entfernen |
| Werkzeug | Scharfes Messer für den Ansatz | Sparschäler oder Messer |
Kohlrabi schälen: Schritt für Schritt
Du brauchst nur ein scharfes Messer oder einen Sparschäler und ein stabiles Schneidebrett. So gehst du in drei Schritten vor – und behältst dabei möglichst viel vom nährstoffreichen Fruchtfleisch direkt unter der Schale. Ein sauberes, gepflegtes Brett ist dabei Pflicht; wie du es in Schuss hältst, zeigt dir unser Ratgeber Schneidebrett ölen und pflegen.
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Wurzelansatz und Blätter entfernen
Schneide den Wurzelansatz und die Blätter mit einem scharfen Messer ab. Wirf die Blätter nicht weg – wie du sie verwendest, liest du im nächsten Abschnitt.
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Schale abschälen
Setze den Sparschäler oder das Messer am Wurzelansatz an und schäle entweder im Kreis oder in Bahnen von unten nach oben. Je reifer die Knolle, desto fester sitzt die Haut.
Tipp: Der Sparschäler nimmt nur eine dünne Schicht ab – so bleiben die Nährstoffe direkt unter der Schale erhalten.
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Holzige Stellen nacharbeiten
Kontrolliere die geschälte Knolle und schneide alle faserigen, holzigen Stellen großzügig heraus. Danach kannst du den Kohlrabi in Würfel, Scheiben oder Stifte schneiden.
Ein wirklich scharfes Messer gleitet auch durch feste Schale ohne Druck. Wie du deine Klinge dauerhaft scharf und rostfrei hältst, zeigt dir unser Ratgeber Messer reinigen, pflegen und ölen.
Was machst du mit den Kohlrabiblättern?
Die Blätter sind essbar, vitaminreich und viel zu schade für den Müll. Junge, knackige Blätter hackst du klein und streust sie über Salate, mixt sie in grüne Smoothies oder rührst sie fein gehackt unter fertiges Kohlrabigemüse. Große Blätter ersetzen beim Grillen die Alufolie.
- Klein gehackt als frisches Topping für Blatt- und Gemüsesalate
- Fein gehackt in gekochtem Kohlrabigemüse für zusätzliche Vitamine
- Mit Obst und Wasser gemixt als Basis für grüne Smoothies
- Als natürlicher Wickel für Grillkäse oder Gemüse auf dem Rost – statt Alufolie
Rezept-Idee: Cremiges Kohlrabigemüse mit Kartoffeln und Möhren
Aus der geschälten Knolle wird in 35 Minuten ein cremiges Kohlrabigemüse mit Kartoffeln und Möhren – als Beilage zu Fleisch und Fisch oder als eigenständiger Gemüseeintopf. Du brauchst dafür Kohlrabi, festkochende Kartoffeln, Möhren, Gemüsebrühe, Kräuterfrischkäse, Speisestärke, Zitronensaft und Muskatnuss.
So gehst du vor: Schneide den Kohlrabi in Würfel, die Möhren in Scheiben und die Kartoffeln in Stifte. Gare alles zusammen in Gemüsebrühe, bis das Gemüse bissfest ist. Binde die Brühe mit Speisestärke zu einer sämigen Soße und rühre den Kräuterfrischkäse ein. Schmecke zum Schluss mit Zitronensaft und Muskatnuss ab.
Das Gericht lässt sich gut vorkochen und wieder aufwärmen – koche also ruhig die doppelte Menge. Wenn du danach Lust auf mehr Gemüseküche hast: Unsere Tomatensuppe mit sonnenverwöhnten Tomaten arbeitet mit derselben Schnitttechnik, und der hausgemachte Hummus passt als Dip zu rohen Kohlrabi-Stiften.
Schäle große Knollen immer vollständig: Bleiben holzige Fasern im Gericht, garen sie nicht weich und machen jede Soße zäh im Biss.
Häufige Fragen
Kann man die Schale von Kohlrabi mitessen?
Ja, bei jungen, kleinen Knollen ist die Schale zart und essbar. Wasche den Kohlrabi gründlich, besonders bei Bio-Qualität kannst du die Schale bedenkenlos mitessen. Bei großen, reifen Knollen ist die Schale holzig und faserig – die entfernst du besser.
Kann man Kohlrabi roh essen?
Ja, Kohlrabi schmeckt roh und gekocht. Roh in Stifte oder dünne Scheiben geschnitten passt er in Salate oder als Gemüse-Snack, gekocht als Beilage, im Eintopf oder als cremiges Kohlrabigemüse.
Sind Kohlrabiblätter essbar?
Ja, die Blätter sind essbar und vitaminreich. Junge, knackige Blätter hackst du klein als Salat-Topping, mixt sie in grüne Smoothies oder rührst sie fein gehackt unter gekochtes Kohlrabigemüse. Große Blätter eignen sich beim Grillen als Wickel für Grillkäse oder Gemüse.
Woran erkennst du eine holzige Kohlrabi-Knolle?
Holzige Stellen kommen vor allem bei großen, reifen Knollen vor. Die Schale wirkt dann zäh und faserig und kann bitter schmecken. Greife beim Einkauf zu kleineren Knollen mit glatter Schale und frischen, festen Blättern.


